Wozu Macht?

Oft heisst es, man brauche Macht, um Dinge umzusetzen. Im demokratischen System Mehrheiten – als Diktator reicht einem genügend Drohpotential.

Wie passen in dieses einfache Weltbild Bewegungen, die sich organisch und freiwillig zusammenfinden?

Welche Wege führen zur Macht und gibt es Wege, die historisch betrachtet so risikoreich sind, dass man ein Auge darauf haben sollte oder sie sogar verbieten und verfolgen?

Ist eine Mehrheit eine sinnvolle und legitime Voraussetzung für richtige Entscheidungen?

„Du hast Macht über mich…

…und trotzdem brauch ich Dich nicht. Und ich will Dich nicht mehr. Ich werd´ Dich jetzt verlassen und dann kannst Du mich von hinten sehen.“ (Trio)

Funktioniert Macht nur, wenn man sie zulässt, wenn jemand sich „zur Verfügung stellt“, auf dass sie an ihm ausgeführt wird?

Ist Liebe eine Macht? Und wenn ja, welcher Teil davon? Steht das nicht im Widerspruch zu ihr selbst?

 

 

Wohlan!

Die Absicht, hier Essays zu posten zum Thema Macht, nimmt jetzt Formen an. Die Idee ist es, Gedanken zu sammeln, zu diskutieren – alles völlig anonym, wer das möchte.

Jeder hat Erfahrungen mit Macht, selbst wenn es nur die der Gewohnheit ist. Es gibt direkt sichbare Macht in Funktionen und Ämtern, die Macht des Gesetzes, der Lehrer und Schüler, der Eltern und Kinder, der Chefs und Mitarbeiter.

Es gibt segensreiche Macht, wenn man die Dinge vom Ergebnis her beurteilt und schädliche Mächte, auch ohne Blutvergießen oder materielle Schäden. Es gibt Macht, die etwas macht und solche, die nur drohend im Hintergrund wirkt.

Wissen ist Macht, sagt der Volksmund – nur um sich im nächsten Halbsatz ad absurdum zu führen. Kommt „Macht“ von „machen“ oder „sich bemächtigen“?

Ist es wirklich so, dass Gesellschaften, Nationen, Religionen und Führungspersonen mit Macht ausgestattet werden müssen, damit das Ganze zusammenhält?

Welche Ideen können stattdessen noch ausprobiert werden?

 

 

Über Über Macht

Hier geht es um Macht. Ein Phänomen, das so wenig greifbar ist wie eine Ohrenqualle, so unerforscht wie Teile Brandenburgs, so unerklärlich wie ein Stau und so gefährlich wie Carsten Maschmeyer.

Wir werden versuchen, das Phänomen aus möglichst vielen Blickwinkeln zu betrachten, zu verstehen, was man mit Macht anstellen kann, die schlimmsten Auswirkungen beschreiben und auch das Gegenteil: die Machtlosigkeit.