Vorsicht! Pflichtbewusster Hund!

So stand es an dem Gartentörchen. Wenn er so pflichtbewusst ist, warum sollten wir uns dann vorsehen? Früher habe ich Hunde beneidet, ein bisschen Männchen machen, aber keine Pflichten, Kost und Logis frei.

Nun das. Wehrpflicht, Bürgerpflicht, Führerscheinpflicht, Schneeräumpflicht und so weiter. Kampfhunde gibt es ja schon, aber unterliegen die auch der Wehrpflicht? Und ich müsste lange nachdenken, wann ich das letzte Mal einen Bobtail am Steuer sah. Ihrer Schneeräumpflicht kommen die meisten Hunde ja unaufgefordert nach, nachweislich dort, wo sie den Schnee in gelbe Flecken verwandelt haben.

Ein Hundeleben. Bleibt die Frage, ob der Hund das wirklich alles aus Pflichtbewusstsein tut oder damit ihm jemand die Dose aufmacht. Erste Interviews deuten darauf hin, dass es der Hund aus Pflichtgefühl tut. Wobei wir jetzt nur von den Interviews mit den Haltern berichten können.

Dass Hunde ganz generell ein Bewusstsein haben, wissen wir seit Lassie. Es ist natürlich Voraussetzung für die Meditation, die wir bei Hunden oft beobachten können. Fernsehmeditation, wenn Dein treuester Freund alles um sich herum vergisst oder auch die Introspektion, die oft für Schlaf gehalten wird.

Es bleibt der Verdacht, dass der Schöpfer des Schildes seinem Hund zu viel zutraut und glaubt, dass dies Bösewichter nachhaltig beeindrucken würde.

Wie wäre es denn mit einem anderen, wirklich furchteinflößenden Slogan:

“Ich bin ein Tier und habe keine Ahnung, wozu ich als nächstes fähig bin. Mein Herrchen habe ich schon oft gebissen. Komm rein.”

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