Gugel

Wann wird Google eigentlich gecasted oder wenigstens geranked?
Google-bashing und Google-schmoozing, wohin man schaut. Früher dachte ich, das sei eine Suchmaschine, dabei sind die der größte Anzeigenverkäufer des Planeten.

Nebenbei haben sie sich eine Marktdominanz erarbeitet (das muss man neidlos zugeben, erarbeitet) in etwas mehr als 20 Jahren,  die erschreckend ist. Sicherlich durch hervorragende Software, Hallen voller Rechner und dem genialsten Geschäftsmodell seit geschnittenem Brot.

So weit, so gut. Es soll aber tatsächlich noch Menschen geben, die glauben, dass bei Google irgendetwas kostenlos sei, ausser der Verblödung, die eine rasende Fahrt aufgenommen hat. Google wird, das ist deren gutes Recht, noch mehr Abhängigkeiten schaffen, noch mehr Software verschenken, um den Aufwand hierfür über Werbung oder was auch immer mehrfach wieder reinzuholen.

Ich prophezeie, dass sie erst mit Microsoft kooperieren werden, um sie dann vollständig zu übernehmen, wenn sie sie nicht schon vorher kaputtgekriegt haben. 10 Jahre noch, maximal. Yahoo wird bis dahin verdampft sein.

Wenn wir nicht wollen, dass Google unser Hirn neu verdrahtet, wir nur noch an die ersten 10 der Suchergebnisse glauben, die auf mysteriöse Weise gerated werden und ganz nebenbei eine ganze Branche Wahrsager ernährt und die 11 Anzeigen rechts und oben 3, die nur den Meistbietenden zustehen,  sehe ich nur eine Möglichkeit:  Suchmaschinen-Casting. In der Jury: Dieter Bohlen, Paris Hilton und Uli Hoeneß, wenn er wieder einfährt,  also Zeit hat.

Und dann gnadenlos vorsingen,  gegen alle anderen Suchmaschinen (da gibt’s noch mehr?), raten, raten, raten. Sergey Brin und Larry “pagerank” Page müssen über ihr Privatleben und die unsäglichen Frisuren Auskunft geben und Steve Ballmer haut die eigene Glatze gegen die Wand.

So oder so ähnlich könnte es gehen.

Im Publikum: SEO-Berater, Adwords-Experten, Verlagsvertreter und Akademiker.