Mehr verkaufen

Das wollen alle, besonders die Marketingleute. Der Wind und die See sind rauher geworden. Verkäufer kennen den ein oder anderen Kniff, ihren Kunden mehr zu verkaufen. Werbern und PR-Leuten ist auch zuzutrauen, dass sie wissen, was wirkt. Das Problem ist, die Wirkung selbst hat nachgelassen. Das hat mit Reichweiten zu tun.

Die Medienlandschaft ist unüberschaubar geworden und seit es die Möglichkeit gibt, in großem Stil miteinander zu sprechen, verliert die 1-n-Botschaft an Bedeutung.  Auch ich wüsste gerne, wie man mit einem Brief, einer Anzeige, einem Spot oder einer website  das Potential adressiert. Ich weiss es nicht. Ich wüsste nicht einmal, wie man das mit einer Kombination dessen am besten macht.

Das liegt einfach daran, dass ich mich nicht an eine anonyme Menge von Leuten wenden kann, von denen ich nicht weiss, wo sie sind, wann sie da sind, was sie mögen und wie sie das finden werden, wenn ich ihnen eine Botschaft überbringe, die sie vielleicht nicht wollen. Nur ein Bruchteil dieser Informationen erhält man über die Daten in sozialen Netzwerken, die man mit pay per click Anzeigen auch als Werbeträger buchen kann. Die Immunität gegen Werbung wird weiter steigen, wenn die Leute es als unangenehm empfinden, dauernd beworben zu werden, eben und gerade in ihrer peergroup im Netz.

Tweet it, blog it, face it: Enough is enough. Konkurrenz ist nicht immer ein cleveres Konzept. Rechtsanwälte, Ärzte, Schornsteinfeger und einige andere Branchen haben das begriffen. Es macht keinen Sinn, die Qualität zu opfern, um den Konkurrenten zu unterbieten. Es macht Sinn, mehr von dem zu verkaufen, was man am besten kann und wovon es noch nicht genug gibt. Und wenn man dann noch persönliche Beziehungen zu den Kunden pflegt, dann werden Werbung und Verkauf eins.
Und dann wird alles gut.