Daniel Haas zum 30. Geburtstag von Angela Merkel (aus 2011)

Äh, Britney Spears natürlich.

http://www.spiegel.de/kultur/musik/britney-spears-wird-30-tanz-fuer-uns-tanz-fuer-die-freiheit-a-801138.html

Ein schöner Artikel aus dem Archiv, der gleich Mehreres zeigt.

1. Es gibt noch Redakteure, die studiert haben. Die schon einmal etwas über Marx, Freud und Hegel gehört haben. Nur verstanden werden sie kaum noch. Die Redakteure.

2. Die Verachtung des Popgeschäftes hat es noch größer gemacht, nicht zum Schaden der Medien.

3. Der durchschnittliche Qualitätsmedienredakteur ist zu doof, die shoplinks der erwähnten Unternehmen einzufügen und Wege zu finden, den Geldfluss zu verschleiern. Dann heul doch.

4. Das Popbusiness hat viel von der Politik, hier im wesentlichen US-amerikanischer Herkunft, gelernt. Die Beliebigkeit ist allerdings von Angela Merkel perfektioniert worden.

5. Es würde heute niemand mehr merken, wenn Britney ihre eigene Musik, die andere geschrieben und gespielt haben (aber gesungen und gezappelt hat sie selbst! möglicherweise…), selbst recyclen würde. Idee: “Hit me baby just another time”

6. Niemand weiss genau, wieviel Britney Britney wirklich ist. Oder Marilyn Monroe. Früh sterben ist der nächste Karriereschritt.  Dann abtauchen in Kentwood, Louisiana, da würde man sie wohl am wenigsten suchen. Und dann Charities gründen unter anderem Namen.

7. Statt Britney solche nützlichen Karrieretips zu geben, hackt Herr Haas unqualifiziert und mit feiner Ironie auf einer Heiligen rum, Madonna. Die zugegebenermassen etwas angestaubt ist, aber ist sie deswegen ein schlechterer Mensch , Ihr Hochundrunterschreiber?

8. Pop ist Volksmusik mit größeren Budgets.

9. Medien sind Kirmes mit Akademikern.

10. Musik gibt es weiterhin nur von Musikern.