Music vs. Market & Competition

Competition, cui bono?

They say it is good for quality, lowering prices and overall wealth. Really?

From a consumer’s point of view it seems that the more competition there is the better. I doubt it. Look at labour prices (salaries, wages). The employers are happy to pay less for the same or even superior services. Is this wealth? For the employer yes, because he improves his margin by reducing cost. For the employee surely not. In the long run for the employer (owner, shareholder etc.) probably not because there is less buying power of the total of employees. No problem in a globalized market place. Do more export.

The trouble seems to be that we do not distinguish between value and price. Price should of course reflect the value. But in unbalanced markets which are all markets the price does not reflect the value one way or another, or in many ways. And I cannot think of a single balanced market – one where demand and supply are completely even, regulated by a transparent price, without monopolies, oligopolies, corruption, free of government influence, free of non-disclosed power imbalances etc.. There is no price tag for transport (I mean including the real cost for the environment), pollution of the atmosphere, the oceans, suppression of people, war, exploitation of natural ressources, unjust regimes etc.. As long as this is the case we are slaves to beancounters, bankers and other regimes.

Just imagine a market for plumbing services. Say there are 3 companies providing services and 10 households needing them with various incomes. I assume that 1 household will buy the high-quality-high-price service (A) which does not create enough profit for the company to survive. 3 households buy mid-price-mid-quality services (B) and find out from the remaining 6 other households who bought low-price-i-don’t-know-the-quality-services (C) that the results are inexpensive and somehow o.k.. With lowered real incomes, which has been the case for a typical German household during the last 15 years it is most likely that they switch to C.

This will happen in any other industry on a global scale. The low price comes with cheap labour meaning you make the stuff in China or pay illegal salaries and wages e.g. by circumventing national law, employing people somewhere else but let them work here, sailing under a different flag. There are enough people who find the gaps and make their money with them. National influence ends at the border which is why the globalization was not driven by politicians but by business people. Result being that the politicians are hopelessly challenged to find local solutions for global questions. It is ridiculous.

The music business is not any different from other businesses. Used to be, rather. When the product was still physical there was no problem shifting ressources around the globe. Factories, marketing, money, media, you name it. Internet killed the music labels who were the dominant force. And that’s good.

But there is nothing which replaced the physical market in terms of money, revenue. Apart from some major music festivals and live acts there is not much left of the golden days. The consumption of music is always on the rise. But nobody pays for it. That must lead to broke music entrepreneurs, musicians and venues. It did already. After that there is a DJ-like world which only recycles what has been successful, pump it up with some computer beats and ready is some product I don’t want to buy. The fact is that a DJ makes more money these days than a traditional musician.

Competition leads to lower prices, less variety, less wealth and lower quality. If that is what people want, then be it.

I will sing and play my guitar regardless.

Mehr verkaufen

Das wollen alle, besonders die Marketingleute. Der Wind und die See sind rauher geworden. Verkäufer kennen den ein oder anderen Kniff, ihren Kunden mehr zu verkaufen. Werbern und PR-Leuten ist auch zuzutrauen, dass sie wissen, was wirkt. Das Problem ist, die Wirkung selbst hat nachgelassen. Das hat mit Reichweiten zu tun.

Die Medienlandschaft ist unüberschaubar geworden und seit es die Möglichkeit gibt, in großem Stil miteinander zu sprechen, verliert die 1-n-Botschaft an Bedeutung.  Auch ich wüsste gerne, wie man mit einem Brief, einer Anzeige, einem Spot oder einer website  das Potential adressiert. Ich weiss es nicht. Ich wüsste nicht einmal, wie man das mit einer Kombination dessen am besten macht.

Das liegt einfach daran, dass ich mich nicht an eine anonyme Menge von Leuten wenden kann, von denen ich nicht weiss, wo sie sind, wann sie da sind, was sie mögen und wie sie das finden werden, wenn ich ihnen eine Botschaft überbringe, die sie vielleicht nicht wollen. Nur ein Bruchteil dieser Informationen erhält man über die Daten in sozialen Netzwerken, die man mit pay per click Anzeigen auch als Werbeträger buchen kann. Die Immunität gegen Werbung wird weiter steigen, wenn die Leute es als unangenehm empfinden, dauernd beworben zu werden, eben und gerade in ihrer peergroup im Netz.

Tweet it, blog it, face it: Enough is enough. Konkurrenz ist nicht immer ein cleveres Konzept. Rechtsanwälte, Ärzte, Schornsteinfeger und einige andere Branchen haben das begriffen. Es macht keinen Sinn, die Qualität zu opfern, um den Konkurrenten zu unterbieten. Es macht Sinn, mehr von dem zu verkaufen, was man am besten kann und wovon es noch nicht genug gibt. Und wenn man dann noch persönliche Beziehungen zu den Kunden pflegt, dann werden Werbung und Verkauf eins.
Und dann wird alles gut.

Selbstbedienung

Heute mal nicht aus Manager- oder Bankensicht. Es geht um die eher kleinen Dinge. Einkaufswagenpfand, Flaschenpfand, selbst tanken, Steuererklärungen, die man nicht mehr versteht, aber unterschreibt, Geldgeschäfte online etc. .

Vielleicht täuscht es mich ja, aber ist es nicht so, dass Unternehmen und Verwaltung immer komplizierter werden und Funktionen auf den Konsumenten und Bürger verlagern?  Ohne Kompensation, nicht wie es uns in unzähligen Verkaufstrainings immer wieder eingebleut wurde?

Das Benzin, die Lebensmittel, unsere Getränke, die Steuer, die Bankgebühren – wurde das alles billiger? Oder einfacher? In England habe ich im Supermarkt schon selbst gewogen und kassiert. Parkhäuser, Ticketbuchungen, Versicherungen, you name it. Was noch fehlt, ist das vollautomatische Auto, das eine Art Selbstanzeige bei Geschwindigkeitsüberschreitung macht.

Oder was auch nicht schlecht wäre, die Schulen würden nur noch Prüfungen abnehmen, die Bildung machen wir selbst. Oder “Operieren mit Wikipedia-Anleitung – sparen Sie Tausende von Euro, wenn Sie sich von Ihrem Nachbarn den Blinddarm rausnehmen lassen”.

In den weniger sensiblen Bereichen wurde Komplexität und Funktion schleichend auf den Einzelnen übertragen. Mit dem Resultat, dass sich viele, darunter viele Ältere nicht mehr auskennen. Das hat den Service- und Beratermarkt beflügelt. M.a.W. Renten, die durch produktive Arbeit erwirtschaftet werden müssen, werden durch vermeidbaren Service aufgezehrt. Um eine Mehrung des Wohlstands handelt es sich hier nicht, eher eine Subvention.

Ist es möglich die Dinge einfacher zu machen? Ist es möglich die Gewinne anders zu verteilen, z.B. beim Selberkassieren oder Einkaufswagen zurückbringen mit dem Kunden (hier: dem Supermarkt) ein Honorar auszuhandeln?

Ist es wirklich gut, dass Unternehmen im Schnitt ca. 7 % Steuern auf ihren Gewinn zahlen? Oder ist das Selbstbedienung?

Gugel

Wann wird Google eigentlich gecasted oder wenigstens geranked?
Google-bashing und Google-schmoozing, wohin man schaut. Früher dachte ich, das sei eine Suchmaschine, dabei sind die der größte Anzeigenverkäufer des Planeten.

Nebenbei haben sie sich eine Marktdominanz erarbeitet (das muss man neidlos zugeben, erarbeitet) in etwas mehr als 20 Jahren,  die erschreckend ist. Sicherlich durch hervorragende Software, Hallen voller Rechner und dem genialsten Geschäftsmodell seit geschnittenem Brot.

So weit, so gut. Es soll aber tatsächlich noch Menschen geben, die glauben, dass bei Google irgendetwas kostenlos sei, ausser der Verblödung, die eine rasende Fahrt aufgenommen hat. Google wird, das ist deren gutes Recht, noch mehr Abhängigkeiten schaffen, noch mehr Software verschenken, um den Aufwand hierfür über Werbung oder was auch immer mehrfach wieder reinzuholen.

Ich prophezeie, dass sie erst mit Microsoft kooperieren werden, um sie dann vollständig zu übernehmen, wenn sie sie nicht schon vorher kaputtgekriegt haben. 10 Jahre noch, maximal. Yahoo wird bis dahin verdampft sein.

Wenn wir nicht wollen, dass Google unser Hirn neu verdrahtet, wir nur noch an die ersten 10 der Suchergebnisse glauben, die auf mysteriöse Weise gerated werden und ganz nebenbei eine ganze Branche Wahrsager ernährt und die 11 Anzeigen rechts und oben 3, die nur den Meistbietenden zustehen,  sehe ich nur eine Möglichkeit:  Suchmaschinen-Casting. In der Jury: Dieter Bohlen, Paris Hilton und Uli Hoeneß, wenn er wieder einfährt,  also Zeit hat.

Und dann gnadenlos vorsingen,  gegen alle anderen Suchmaschinen (da gibt’s noch mehr?), raten, raten, raten. Sergey Brin und Larry “pagerank” Page müssen über ihr Privatleben und die unsäglichen Frisuren Auskunft geben und Steve Ballmer haut die eigene Glatze gegen die Wand.

So oder so ähnlich könnte es gehen.

Im Publikum: SEO-Berater, Adwords-Experten, Verlagsvertreter und Akademiker.

Ende Gelände – Bitte alle aussteigen (2011)

Wer glaubt, dass unsere Politiker die Mathematik bezwingen können? Zweitgrößter Posten im Haushalt: Zinsen, ca. 40 Mrd., exponentiell steigend wg. Zinseszins. Die Rettung des Euros kommt laut “Experten” noch mal mit ca. 40 Mrd. pro Jahr hinzu, kann aber die Insolvenz hochverschuldeter und nicht leistungsfähiger Staaten nicht verhindern, bestenfalls verzögern, weil die auf dem Zinseszinszeitstrahl noch weiter fortgeschritten sind.

Glaubte ich an den Weihnachtsmann, würde ich es auch für möglich halten, dass Deutschland seine 2 Billionen, die USA ihre 14 Billionen zurückzahlen können. Warum spricht eigentlich niemand mehr von den 200 Mrd. Euro deutschen Schulden, die in diesem Jahr neu aufgetaucht sind? Am Parlament durch einen Schattenhaushalt vorbeijongliert, da stecken HRE, Commerzbank, IKB und andere Koryphäen dahinter. Selbst Deutschland muss ca. 30 Mrd. Euro neu aufnehmen. Und das in einer Wirtschaftswunderzeit.

Die Deutsche Bank hat die Regierungen beim Griechenlandpaket beraten. Die Anleihen hatten zu diesem Zeitpunkt 50 % ihres Nennwertes eingebüßt. Herr Ackermann riet dazu, dass diese mit einem 20 %igen Abschlag umgetauscht werden in neue Anleihen mit einer Garantie der EU. Das hätte ich auch gemacht.

Herr Ackermann berät die europäischen Regierungen bei der Schuldenkrise. Was aussieht wie ein Interessenkonflikt macht durchaus Sinn, für die Deutsche Bank, die eben jene, wenn auch lange nicht mehr so viele, Staatsanleihen von Wackelkandidaten hält. Durch den massiven Verkauf solcher Papiere haben die Deutsche Bank und andere Institute die Krise beschleunigt.

Das ist der Trick, den auch alle anderen Finanzmarktteilnehmer gerne anwenden, Kurse runterprügeln und dann Hilfe rufen. Was macht man, wenn man es mit Geschäftspartnern zu tun hat, die solche unseriösen Praktiken anwenden? Ich beende mein Engagement dort.

Das ist die größte Angst der Regierenden, Mächtigen und der Finanzmarktplayer, dass wir morgen am Schalter stehen und unser Geld zurück wollen. Dabei ist es nur klug, das zu tun, solange es noch nicht nach oben umverteilt ist. Der Reset muss kommen, das wissen auch die Mächtigen. Deshalb versuchen sie Zeit zu gewinnen und Kapital in Realgüter zu stecken.

Die schlechte Nachricht: Alles wird weniger, die Lebensversicherung, der Sparvertrag, die Rente etc.. Aber so ist das bei einer Währungsreform. Mit jedem Tag warten wird es noch weniger. Unsere Realwirtschaft ist doch gut in Form, also keine Bange.