Die Welt wird immer komplizierter, aber keinen interessiert’s (2011)

Was wirklich zählt:

Heute bei Spiegel online:
1. Qaida-Führer
US-Truppen sollen Pornos in Bin-Laden-Versteck gefunden haben

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,762505,00.html

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2. Schwarz-Gelb

Mehrheit für Euro-Rettungsschirm wackelt

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,762518,00.html

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Ob der alte Osama Pornos geguckt hat oder nicht, ist von untergeordneter Bedeutung. Ausserdem ist er tot, falls es jemand noch nicht mitbekommen hat.

Ob unsere gewählten Vertreter für oder gegen den Eurorettungsschirm stimmen werden, ist von immenser Bedeutung für Frieden, Freiheit und Wohlstand in ganz Europa.  Das ist leicht zu verstehen, obwohl Schäuble, Merkel, Banken und Konsorten in demokratieschädigender Weise geheimniskrämerisch Gelder verteilen, die ihnen nicht gehören. Wo ist eigentlich die Presse, wenn man sie braucht?
Etwa hier: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,761088,00.html  ?

Es war den Damen und Herren nur ein paar dürre Meldungen wert, dass sich Deutschlands Staatsverschuldung um mehr als 200 Mrd. Euro im vergangenen Jahr erhöht hat. Und sich merkwürdigerweise dafür niemand verantworten muss. Für wie doof halten die uns?

Im SoFFin werden unter höchster Geheimhaltung insolvente Banken sterbebegleitet und die Hospizrechnung geht an den Steuerzahler. Niemand muss öffentlich Rechenschaft ablegen über das ausgegebene Geld, die Vergabekriterien, die Planung, die Refinanzierung.

Wisst Ihr was, Ihr Verbrecher? Wenn es gar nicht anders geht, wird das Volk wieder sagen, dass es das Volk ist und Ihr seid dann abgemeldet. Es bleibt zu hoffen, dass das unblutig und ohne Radikalisierung abgeht. Dann bauen wir das friedlich und menschenwürdig wieder neu auf, was von diesem Land noch geblieben ist. Oder besser noch, wir machen das gleich für ganz Europa. Die Banken sind uns dabei reichlich egal, da werden einige pleite gehen.

Na und? Die Staatsschulden sind ohnehin nicht mehr rückzahlbar. Das gilt wiederum weltweit.

Manifesto of the Confused (2011)

This is going to be one of the foremost intellectual manifestos only paralleled by other masters of absurdity like Monty Python, any religious leader, some great figures of human history and not to forget Mickey Mouse.

You are not really interested in me as I am not really interested in you. Otherwise I would write about your likes, dislikes, suffering or what makes you happy. Right?

Which leads to the next dilemma. We always tend to believe that right is right, very much depending on our upbringing, parents, school, friends, boss, whatever. But the truth is (whatever truth is…) that everything implies its opposite. Good implies bad, right implies wrong. One cannot be without the other. And, good people as we want to be (our upbringing, christian, jewish, muslim, hindu, buddhist you name it…) we try to be on the right side always which is embedded in our moral code which stems from some holy scriptures of which nobody remembers who wrote them and under which motivation.

The truth is (s.a.) that our country, our religion, our language, our culture, our skin colour, our flag etc. is per definition right. Right? Well, not if you look at it from your neighbour’s perspective (the Russians, the Americans, the Chinese, the Hindus, the Muslims, you geddit…).

Which leads directly to Nietzsche who knew a thing or two about philosophy and religion. He most famously said that God is dead and try to prove him wrong. But the more interesting bit of his worldview is that humans in our age are just a transitional type, maybe replaced by some sort of Übermensch, a godlike creature who doesn’t need a moral code because he IS moral. Sure, just another concept but one which is to be found in most major religions and modern politics. Democracy and the fact (?) that God is in every creature, everywhere in nature is a hint.

Now, when you get somewhere and your fellow Germans ask you where you’re from we are back to stone age, then they may have  just killed the one entering their cave. These guys said they have nothing to hide, they are proud of their country (football etc.) and you immediately know that you/they are “right”. Wrong. If I were a terrorist I would carry a German passport and flag. Goddit?

If Nietzsche and some other great visionaries were right we will find that these divisions based on a particular moral are the real root of all evil, wars, destruction and suffering.

May take another 100.000 years. Until then let’s enjoy our false sense of security and the implied contradictions.

Danke, Schirrmacher! (2011)

R.I.P. Frank Schirrmacher
Zwei Konservative, die sich öffentlich am Kopf kratzen:

Frank Schirrmacher und Charles Moore.

http://www.telegraph.co.uk/news/politics/8655106/Im-starting-to-think-that-the-Left-might-actually-be-right.html

Frank Schirrmacher ist so etwas wie Helmut Schmidt damals bei der SPD. Redlich, kompetent, logisch auch gegen sich selbst, aber beim falschen Verein. Nun, wer die FAZ verfolgt, erkennt schon einige Veränderungen hin zu vernünftigeren Einstellungen der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gegenüber. Spät, aber das Leben geht auch nach dem Reset weiter.

Uns wurde der Neoliberalismus gepredigt, wir haben ihn gelebt, geatmet und gepriesen. Jetzt kommen wir aus dem Staunen nicht mehr raus. Notenbanken, die Verträge, bestehendes Recht, ungestraft brechen, Urkundenfälschung in Griechenland mit Hilfe von Goldman Sachs (keiner hat’s bemerkt), Stabilitätspakt pulverisiert, EU-Recht wird von Regierungen gebrochen (Schuldenübernahmeverbot Maastricht), Recht wird geschaffen ohne Zustimmung der Wahlberechtigen (Lissabon) und wer hat eigentlich entschieden, Banken zu retten, die sich mit CDS, CDO etc. verspekuliert haben?

Ja, Herr Schirrmacher, das Spiel läuft schon länger als 2008, aber jetzt kommt’s halt raus. Die Währungsreform ist wahrscheinlich im Kapitalismus unvermeidlich, das Gegenteil ist zumindest schwer zu beweisen, speziell was Prognosen angeht, weil diese bekanntlich die Zukunft betreffen.  Daraus abzuleiten, dass das System dysfunktional ist, wäre aber aus der Hüfte geschossen.

Realgüter bleiben Realgüter. Und die, die nur Arbeitnehmer sind und keine haben – selbst schuld. Müssen dann halt Bewerbungen schreiben, die Löhne, ja, die Löhne werden sinken müssen. Die Ländereien und Goldreserven werden jedenfalls nicht liquidiert, auch nicht, wenn sie mit öffentlichen Steuerzahlerrettungsbillionen finanziert wurden.

Es muss nicht gleich Rom brennen oder London. Es wäre schon ein guter Anfang, wenn die FDP bei der Rettungsschirmabstimmung im September diese Koalition hochgehen ließe. Ich würde sie dann sofort wählen.

Die Krankenkassen haben gerade 150.000 Pfändungen wegen nicht gezahlter Zusatzbeiträge angeleiert. Was wäre eigentlich, wenn Karl Steuerzahler, genau wie seine Regierungen und die Finanzjongleure,  einfach keine Steuern mehr zahlen würde bis dieses Durcheinander wieder aufgeräumt ist? Dumm nur, dass da die Arbeitgeber mitspielen müssen, die das Geld ja abführen.

Ach, alles Träumerei. Es kommt sowieso anders. Währungsreform, Aufwertung der D-Mark, Export bricht zusammen, Pleiten, 10 Mio. Arbeitslose. Da wird es eh weniger mit den Steuern. Vielleicht findet die Dannregierung ja einen Finanztrick mit einer Investmentbank, wie man das Regierungsviertel militärisch uneinnehmbar machen kann. Bis dahin haben wir die Finanz- und Machthydra (s. Dirk Müller: Crashkurs: Weltwirtschaftskrise oder Jahrhundertchance? – Wie Sie das Beste aus Ihrem Geld machen) infiltriert.

Und sind selbst zu Arschlöchern geworden.

Ich würde dann gerne mit Frank und Charles eine Tasse Tee trinken.

Nehmt mein Geld! Macht was! Am besten das, was Ihr versprochen habt! (2011)

Stefan Kornelius in der SZ über Reiche, die nicht mehr Steuern zahlen dürfen.
http://www.sueddeutsche.de/politik/wohlhabende-wollen-freiwillig-mehr-zahlen-reiche-schroepfen-frieden-schaffen-1.1137601

Tobias Kniebe in der SZ über George Clooney und wie er die politische Welt sieht.
http://www.sueddeutsche.de/kultur/-filmfestspiele-venedig-clooneys-kampf-gegen-den-moralischen-weltgesamtbankrott-1.1137401

Levy, Westernhagen, Buffett. Alle wollen mehr zahlen, dürfen aber nicht. Den Letzteren halte ich für kommunismusunverdächtig. Das ist der, der jetzt mit Bill Gates und vielen Milliarden Gutes tut, seine Kinder quasi enterbt hat, nur eine Brille in seinem Leben besaß und mit einfältigen Anlagekonzepten reich wurde. Westernhagen kriegt wahrscheinlich keine Gigs mehr und will noch mal “Freiheit” in einem Stadion singen. Levy? Je ne sais pas.

Bei Buffett leuchtet mir die Argumentation am meisten ein. Er ist in Konsumwerten, u.a. Coca-Cola, investiert und sein Reich würde bröseln, würden die Paläste brennen. Der Kapitalismus scheint tatsächlich Selbstheilungskräfte zu haben, weil stets die Habsucht wieder den Weg weist. Habsucht will nicht ihre Basis,  die Ausbeutung, vernichten, sondern benutzen. Und wenn man es etwas überdreht hat, geht man wieder etwas auf die Bremse.

Ähnlich wie die Politik. Dort ist es aber die Geltungssucht, der Hunger nach Macht und Einfluss. Diese Macht ist aber nur temporär und wird im wesentlichen von den Vermögenden gekauft und auf Zeit an Marionetten verliehen. 1 Mrd. Dollar für den Präsidentenwahlkampf von Obama, so wird geschätzt. Als Aktionär von der Wall Street würde ich da auch die Choreographie bestimmen wollen. Welche Absprachen es mit all den Politclowns während ihrer aktiven Laufbahn gab, die sie sich anschliessend in der Wirtschaft vergolden lassen, kann nur geahnt werden.

Wenn Politik so schmutzig ist, wie Clooney es uns glauben machen will, sage ich nur “Bullshit.”. Sie ist viel schmutziger.

Direkte Demokratie mit interessierten Bürgern könnte dem begegnen. In Deutschland geht das bislang nur bei Bahnhöfen.

Und solange es Arbeitnehmer gibt, die für die vielen verbrecherischen Organisationen in der Finanzwelt, dem Marketing, der PR, der Politik und im öffentlichen Sektor, der Industrie und ich weiss nicht wo, arbeiten, wird auch das weiter gehen.

Soweit mir bekannt ist, gibt es auch dort keine Zwangsarbeit.

Kündigen ginge also.

Die Globalisierungsfalle als Chance (aus 2008, aber krisensicher)

Waren das noch Zeiten, als man bei der Bundeswehr noch entspannen konnte. Keine Bundesregierung, EU oder Nato wollte, dass auch nur ein Schuss aus einer deutschen Knarre ausserhalb Deutschlands fallen würde.

Als die Stadtwerke ihren Strom noch selbst gemacht haben und die Preise einigermaßen stabil waren. Als das Gesundheitswesen noch gesund war und machte und die Beiträge vernünftig. Als die Spritpreise…Moment…die sind eigentlich schon immer gestiegen, oder? Nicht in der DDR, für die Jüngeren unter uns, das sind jetzt die neuen fünf Bundesländer, der Teil rechts auf der Landkarte, die wo da so komisch sprechen. Warum eigentlich? Nun, weil der Kommunismus nie funktioniert hat. Funktionieren nennt man in der Marktwirtschaft, wenn der Preis Angebot und Nachfrage in Einklang bringt. Anders ausgedrückt: Ist zu wenig da, wird es teurer.

Wir ahnen, was jetzt kommt. Es ist von Vielem zu wenig da. Strom, Sprit, Lebensmittel, Steuern, Sozialabgaben etc.. Vielleicht ist die Wahrheit auch eine ganz andere. Vielleicht haben die Handvoll Energie- und Mineralölkonzerne nur ein funktionierendes Kartell. Vieles deutet darauf hin. Hätte ich ein Unternehmen, wollte ich in erster Linie ein Monopol, keinerlei gesetzliche Beschränkungen und keine Steuern. Die zweitbeste Variante ist ein Kartell. Ich treffe mich mit den Kumpelz von den anderen paar Unternehmen beim Kegeln, spreche Produkte, Preise und Absatzgebiete durch, besteche ein paar Regierungen, transferiere die Kohle in meine Stiftung nach Liechtenstein, fertig.

Ja wie? Und die Regierungen? Darf man das denn alles? Na ja, dürfen darf man dürfen. Hier geht es ums Können. Mal abgesehen davon, dass die meisten Bundestagsabgeordneten (gilt wohl auch für die Europaabgeordeten, die kommen ja nur dahin, weil sie im Land keiner mehr will) in ihrem, wenn überhaupt vorher vorhandenen, Berufsleben nie in einem Markt gearbeitet haben. Sondern in Regulierungsbiotopen wie dem Erziehungssektor oder der Justiz, verstehen die oftmals gar nicht, was da draussen passiert. Die Unternehmen erklären es Ihnen aber gerne. Lobbying nennt man diese Vorstufe von Bestechung.

Schaun wir uns mal Herrn Gabriel an, unseren Klimaritter. Da hat ihm die Autoindustrie nun erst erklärt, sie hätte prima Rußfilter und jetzt auch noch tollen Biosprit. Die Rußfilter funktionieren nicht, sind aber subventioniert. Der Biosprit wird von weit mehr als ursprünglich angenommenen (wo kam die Zahl wohl her?) Autos nicht vertragen. Steuererhöhung. Die müssten nämlich Super Plus tanken. Mehr Kohle bei den Mineralölkonzernen, bei Herrn Steinbrück – Paaaaaarty! Und Paaaaaaarty! bei den Automobilunternehmen, weil einige gestresste Bürger sich nun entschließen, ihre olle Karre zu verchecken und was Neues zu kaufen. Paaaaaarty! bei Opel, BMW und CO. Paaaaaarty! bei Herrn Steinbrück und Paaaaaarty! bei der großen Koalition wegen neuer Arbeitsplätze. Herr Gabriel ist gelernter Lehrer.

Bei 20-30 % Fertigungstiefe von Autos (20-30 % des Wertes aller verbauten Teile und Arbeiten an einem Auto) in Deutschland, scheinen so ca. 70-80% der Knete irgendwie ins Ausland zu fließen und dort Arbeitsplätze zu schaffen. Das ist nicht schlimm, da die Menschen fast überall auf der Erde Ausländer sind. Ausserdem hat Deutschland noch immer eine privilegierte Situation und exportiert mehr als jedes andere Land. Dieser Zwergstaat, der in Schutt und Asche lag vor 60 Jahren. Wir hätten halt einfach nicht auf den depperten Österreicher hören sollen.

Was tun? Globale Finanzkrise, horrende Preissteigerungen in der Basisversorgung, galoppierende Verblödung, Bombardierung kleiner aber wichtiger Länder, Paris Hilton?

Nicht so einfach…Aber hier mal ein paar Vorschläge, die sich schnell umsetzen ließen:

1. Abwählen der jetzigen Politiker. Numerus Clausus für Parlamentarier: Nur, wer mindestens 5 Jahre in der freien, nicht regulierten Wirtschaft gearbeitet hat, kommt rein.

2. Parteienverbot. Nicht nur die NPD, alle. Oder Aufhebung des Fraktionszwangs, was dem gleichkommt. Hessen ist schon auf der richtigen Spur.

3. Entweder private Systeme oder öffentliche in Erziehung und Gesundheit, auf keinen Fall beides. Würde die Krankenkassenbeiträge sofort drastisch reduzieren.

4. Gründung der Deutschland GmbH. Profis aus der Wirtschaft, die das Wirtschaftliche regeln, Aufsichtsrat ist das Volk, wenn das nicht funktioniert, gewählte Vertreter.

5. Abschaffung überflüssiger Gesetze und Regeln im Zufallsprinzip. Ähnlich wie bei den Lottozahlen werden wöchentlich 50 Gesetze gezogen und annulliert.

6. Wenn Kartellämter und Politik nicht funktionieren, werden langfristige individuelle Lieferverträge geschlossen zwischen Otto Normalverbraucher und Esso, E.on etc., z.B. 5jährige Preisgarantien.

7. Steuer- und Sozialkonkurrenz in Europa. Es ist jedem ab morgen freigestellt, sich in Spanien oder Griechenland sozialzuversichern und Steuern zu bezahlen. Das Geld geht in einen großen Topf, die Europa GmbH, besetzt mit den Besten der Besten aus der Wirtschaft, kontrolliert vom Volk (dem europäischen) und wenn das nicht zu organisieren ist, durch gewählte Vertreter.

8. Und das dann noch weltweit.

Ja, schreit nur Ihr Parteien, Gewerkschaften, Krankenkassen, Anwälte, Lehrer und all die anderen, die das System noch immer mit Zähnen und Klauen verteidigen. Schreit nur “Anarchie! Untergang!”.

Ich jedenfalls hätte ein besseres Gefühl, nicht länger der Depp von unfähigen Politikern, kriegslüsternen Präsidenten, verwirrten religiösen Führern und Unternehmen zu sein, die durch nichts anderes als der Gier ihrer Eigentümer getrieben werden.

Daniel Haas zum 30. Geburtstag von Angela Merkel (aus 2011)

Äh, Britney Spears natürlich.

http://www.spiegel.de/kultur/musik/britney-spears-wird-30-tanz-fuer-uns-tanz-fuer-die-freiheit-a-801138.html

Ein schöner Artikel aus dem Archiv, der gleich Mehreres zeigt.

1. Es gibt noch Redakteure, die studiert haben. Die schon einmal etwas über Marx, Freud und Hegel gehört haben. Nur verstanden werden sie kaum noch. Die Redakteure.

2. Die Verachtung des Popgeschäftes hat es noch größer gemacht, nicht zum Schaden der Medien.

3. Der durchschnittliche Qualitätsmedienredakteur ist zu doof, die shoplinks der erwähnten Unternehmen einzufügen und Wege zu finden, den Geldfluss zu verschleiern. Dann heul doch.

4. Das Popbusiness hat viel von der Politik, hier im wesentlichen US-amerikanischer Herkunft, gelernt. Die Beliebigkeit ist allerdings von Angela Merkel perfektioniert worden.

5. Es würde heute niemand mehr merken, wenn Britney ihre eigene Musik, die andere geschrieben und gespielt haben (aber gesungen und gezappelt hat sie selbst! möglicherweise…), selbst recyclen würde. Idee: “Hit me baby just another time”

6. Niemand weiss genau, wieviel Britney Britney wirklich ist. Oder Marilyn Monroe. Früh sterben ist der nächste Karriereschritt.  Dann abtauchen in Kentwood, Louisiana, da würde man sie wohl am wenigsten suchen. Und dann Charities gründen unter anderem Namen.

7. Statt Britney solche nützlichen Karrieretips zu geben, hackt Herr Haas unqualifiziert und mit feiner Ironie auf einer Heiligen rum, Madonna. Die zugegebenermassen etwas angestaubt ist, aber ist sie deswegen ein schlechterer Mensch , Ihr Hochundrunterschreiber?

8. Pop ist Volksmusik mit größeren Budgets.

9. Medien sind Kirmes mit Akademikern.

10. Musik gibt es weiterhin nur von Musikern.

Visionary Lobo: Aufgewacht in einem Alptraum: Wir müssen aus unseren Fehlern lernen. Sonst ist Trump unser kleinstes Problem – SPIEGEL ONLINE

Die Wahl von Donald Trump zeigt, wie Meinungsforscher und Medien an den Mechanismen moderner Meinungsbildung scheitern. Für liberal denkende Menschen erwächst daraus eine neue Aufgabe.

Quelle: Aufgewacht in einem Alptraum: Wir müssen aus unseren Fehlern lernen. Sonst ist Trump unser kleinstes Problem – SPIEGEL ONLINE

99 Questions (Occupy Movement 2011)

It moves! And as long as it keeps moving it is a movement.

Looking at what is being said in the media it remains unclear what the movement is all about. Which makes sense because people are in the streets for various reasons.  It seems as if politicians and media people want to paint another black&white picture, good vs. evil etc.. But that doesn’t make any sense. Personally, I don’t like the way how things are presented, be it from the protesters, the media, the politicians, the various other groups.

Soundbytes and videos which are cut in the same manner like one has condemned for so long are not what is going to help the cause(s) or find your voice. Not talking about starting a serious discussion or initiatives. That means that it does not help to condemn policemen, bankers, investors, politicians or whomever as a whole.

Sure the Occupiers do not have all the answers and that is why I thought they may want to have the better questions. The mess we are in seems to be rooted in very complex and deliberately intransparent political and economical systems and a lack of education. I think it makes sense to find out first what has happened, what the exact situation is, who is responsible for what and go from there.

Quite clear is that political parties from every side have enabled a financial system over the last 30 years which seems to collapse now. Also, some people made some nice profits.

Now the 99 questions, the initial ones below, which may be completed by anyone who feels like it. Just my 99 cents.

1. How did the income distribution change over the last 30 years in terms of private and corporate income and taxes/social insurance?

2. How is wealth distributed in terms of geographical and socioeconomic criteria?

3. How did the amount of money in circulation change over the last 30 years by currency?

4. Where did the increase in that amount go to?

5. How does the job migration (e.g. jobs being moved overseas) look like exactly?

6. Is there a list of lobbyists and a transparent way of looking at the interests they pursue?

7. Is there a transparent way of looking at the income of our politicians? Is it transparent which assignments for organisations other than their political party they pursue?

8. Is it true that the US puts pressure on those countries who do not agree to sell their oil in dollars?

9. Who are those “Financial Markets”? Who are the individuals investing in which bonds, countries, corporations, derivatives etc.? Is there a way of making these 99 % transparent?

10. What are the risks exactly the commercial and the federal banks do have on their balance sheets or in offshore entities? Is there a way to make these 99 % transparent? Including all the complex “financial products/innovations”.

11. Is it true that the “Financial Market” is 4 times bigger than the “real economy”?

12. Is it true making profits on interest differences, bets, credit default swaps and the like is 40 times bigger (in terms of turnover) than the investment in real businesses?

13. Is all this bail-out-money and the dramatic increase of the money in circulation over the last 30 years now leading to a hyperinflation and currency reforms?

14. Should banks be able to create money like they used to?

15. Should hedgefunds be allowed?

16. Should salaries/bonuses be capped?

17. Is there a report by the UN/IMF/WTO/OSCE/Worldbank that shows clearly what happened in all those incidents and crisis they were involved with? Especially in terms of currency value development, investments, GDP and unemployment development, local production and privatization, here: to whom assets were sold, how this was financed and at which price as opposed to the pre-crisis value.

18. Is there a report by the a.m. organization showing the impact of subsidies on competitiveness of local producers in developing countries?

19. Are there plans in detail, country by country, to shut down tax havens?

20. Is there a better way to organize the economy without interest and interest on interest? Is interest the timebomb making the whole thing blow up regularly?

Frau Sibylle über Idealismus

Im SPON.
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/s-p-o-n-fragen-sie-frau-sibylle-grauenhaftes-rauschen-des-rechthabens-a-801398.html
Das beschreibt viele der Konflikte, die früher keine waren, ganz gut. Es gab mal eine Zeit als es völlig in Ordnung war, anderer Meinung zu sein. Man musste auch nicht irgendwo dazugehören. Es gab 2 große und eine kleine Partei, 3 Fernsehkanäle, keine Handies, kein Internet und die einzige NGO, die ich kannte, war die Aktion Sorgenkind.

Da ist die Überleitung zur Behinderung, die Frau Sibylle konstatiert. Eine Diagnose ohne Aussicht auf Therapie. Ich will nicht behaupten, dass Medien Trends oder gar Überzeugungen machen können, sie können sie wohl bestenfalls verstärken. Was dann, je nach Sichtweise, eben auch schlechtestenfalls bedeuten kann.

Die permanente Reizüberflutung ist ein Produkt der Produktvielfalt. Die von den Medien natürlicherweise forciert werden muss, wegen der überwiegend werbefinanzierten Geschäftsmodelle. Man schafft es nur noch mit Übertreibisierung Aufmerksamkeit, Page Impressions, zu erzielen.  Was einst ein Zubrot war, Werbung und PR, ist heute das Kerngeschäft.

Und das alles funktioniert nur, wenn man genügend Gegensätze aufbauen kann und dazu braucht es eine aktive Fragmentierung der Welt und eine Überhöhung des Ichs. Es gibt in der Tat viele Me-Fanatics, denen man iPhones, iPads (nicht die Damenbinden) und die entsprechende Philosophie, Aura und Zugehörigkeit vercheckt. Das machen die Medien gerne Hand in Hand mit Werbern, PR-Agenturen und der Industrie.

Für die, die wenig Kohle haben, bleibt dann noch Auf-Gleisen-Anketten,  Pirat werden oder positive Diskrimierung von Minderheiten.

Will Frau Sybille wirklich die freiwillige Selbstausrottung der Spezies? Ich glaube, nein. Es würde wahrscheinlich schon reichen, dass einem einen Tag lang keiner erzählt, was gerade richtig und gut sein soll.

Könnte ich mir auch gut in einem Schrebergarten umringt von bemalten Zwergen vorstellen.

P.S. In der PCPedia (PoliticalCorrectnessPedia) fand ich zu “Gartenzwerg” folgenden Eintrag:

” Gartenzwerge, wie die landläufige über Jahrhunderte geprägte diskriminierende Bezeichnung lautet, sind kleinwüchsige, humanoide, zipfelmützenpräferierende Dekorativstatuetten, die in ungeschützten Arbeitsverhältnissen, vorwiegend im Freien, an vorgegebenen Stellen oft monatelang ohne geregelte Pausen posieren müssen.”